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SysLabs Icom CI-V Empfänger/Transceiver Gerätetreiber 1.1 für RadioControl

Icom stattet die meisten seiner Funkgeräte und Empfänger seit ca. 20 Jahren serienmäßig mit der sogenannten CI-V Schnittstelle aus, die eine Steuerung des Gerätes per Computer erlaubt. RadioControl bietet bereits seit dem Release der Version 1.0 eine Unterstützung dieser CI-V Schnittstelle an.

Der aktuell vorliegende CI-V Gerätetreiber wurde von Grund auf neu geschrieben und besteht aus mehreren Gerätetreibern, die sich in zwei Kategorien einteilen lassen:
  • Universaltreiber - diese erlauben die Steuerung jedes CI-V kompatiblen Gerätes von RadioControl aus, bieten allerdings auch nur den kleinsten gemeinsamen Nenner an unterstützten Funktionen (nämlich die VFO-Attribute Frequenz, Step, Mode, Squelchstatus und Signalstärke) an.
     
  • Spezialisierte Gerätetreiber - diese sind genau auf ein Gerätemodell bzw. eine Gerätemodell-Reihe angepaßt und unterstützen daher auch die speziellen Features des entsprechenden Gerätes (soweit diese von RadioControl selbst unterstützt werden).

    Zu solchen speziellen Features zählen unter anderem:
     
    • Betrieb mehrerer Geräte über eine serielle Schnittstelle - da CI-V ein Bus-System ist, kann mehr als ein Gerät über dieselbe serielle Schnittstelle betrieben werden. Dies erfordert allerdings spezielle Softwareunterstützung. RadioControl erlaubt den gleichzeitigen Betrieb mehrerer Geräte ab der Standard Edition. Daher war die logische Konsequenz, daß der RadioControl CI-V Gerätetreiber den gleichzeitigen Betrieb mehrerer Icom Geräte über einen CI-V Bus und eine serielle Schnittstelle unterstützen muß. Damit gehört RadioControl zur sehr kleinen Gruppe von Software, die diese Art des Gerätebetriebes erlaubt.
       
    • Auslieferungsversionen des Gerätes - ein Gerät wird normalerweise in verschiedenen Versionen ausgeliefert, die sich im Normalfall lediglich im unterstützten Frequenzbereich unterscheiden z.B. Deutschland, Frankreich, USA.
       
    • Optionale Filter - manche Geräte erlauben das Nachrüsten von zusätzlichen ZF-Filtern. Je nach Gerät erkennt der Gerätetreiber diese entweder automatisch oder der Benutzer muß die nachgerüsteten Filter bei der Installation des Gerätes in RadioControl bekannt geben.
       
    • Erweiterte VFO-Attribute wie z.B. Auswahl des ZF-Filters, ATT, AGC, Noise Blanker, AFC, CTCSS, PTT (Umschaltung zwischen Senden und Empfangen).
       
    • Software Shift-Funktion - diese erlaubt das Umschalten der aktuellen Frequenz auf eine um den eingestellten Frequenzoffset versetzte Frequenz. Dies wird normalerweise nur von Transceivern unterstützt, der Treiber bietet diese Funktionalität aber auch für Empfänger an. Verwendung findet diese Funktion meist im Relaisbetrieb z.B. bei Amateurfunkrelais, Umsetzern/Repeatern.
      Jedoch emuliert der Treiber diese Funktion auch für Transceiver, die diese über die CI-V Schnittstelle oder generell nicht anbieten.
       
    • Lesen des Squelchstatus und PTT-Steuerung - beide Funktionen werden von älteren Geräten über die CI-V Schnittstelle meist nicht unterstützt. Der Treiber kann bei derartigen Geräten alternativ über die Status- und Steuerleitungen der seriellen Schnittstelle (RTS, CTS, DTR, DSR etc.) auf diese Funktionen zugreifen, sofern das Gerät die Squelchstatus-Abfrage und PTT-Steuerung über eine separate Buchse (z.B. die Tonband-Steuerungs-Buchse oder Acc-Buchse) erlaubt. Viele moderne CI-V Interfaces (z.B. microHAM) sind bereits mit der notwendigen zusätzlichen Hardware ausgestattet, sodaß die Nutzung dieser Funktionen sehr einfach möglich ist.
       
    • Weiterleitung von Frequenz- und Mode-Änderungen am Gerät zu RadioControl - Icom Geräte benachrichtigen den Computer sobald der Benutzer die Frequenz oder den Mode direkt am Bedienfeld des Gerätes ändert. Der Treiber leitet diese Benachrichtigung an RadioControl weiter, sodaß die Software beispielsweise die im Frontpanel dargestellte Frequenz oder den Mode aktualisieren kann.
       
    • Upload und Download von Speicherkanälen - die meisten Geräte erlauben das Übertragen ihrer Gerätespeicher in eine RadioControl Speicherdatei und wieder zurück. Welche Daten dabei tatsächlich übertragenen werden können, variiert von Gerät zu Gerät. Frequenz und Mode werden aber praktisch von allen Geräten unterstützt. Viele erlauben sogar die Übertragung eines alphanumerischen Textes für jeden Speicherkanal, was auch von RadioControl unterstützt wird!
       
    • Zugriff auf spezielle Speicherbanken/Speicherkanäle - neben den konventionellen Speicherkanälen, besitzen die meisten Geräte noch spezielle Kanäle, z.B. zum Speichern der Eckfrequenzen für den Programmsuchlauf oder der Frequenzen, die während des Scannens übersprungen werden sollen oder der Call-Kanäle. Der Treiber erlaubt den Upload und Download dieser speziellen Kanäle, zusätzlich zu den Konventionellen. Damit können Sie auch diese einfach sichern und neu programmieren.
       
    • Änderung der Geräte-Settling-Time (Einschwingzeit) in der Gerätekonfiguration - der RadioControl-interne Scanner muß warten bis sich das Gerät vollständig auf die neue Frequenz eingestellt hat, bevor er auf Signalaktivität prüft. Diese Zeit wird Settling-Time (Einschwingzeit) genannt und beeinflußt die Geschwindigkeit des RadioControl-internen Scanners, wenn er mit einem Icom Gerät genutzt wird. Sie können daher mit diesem Feature diese Zeit für Ihre speziellen Scan-Anforderungen optimieren.
       
    • Unterstützung der geräteinternen Scan- und Search-Funktion (nur mit der RadioControl Professional Edition) - viele Icom Geräte erlauben dem Computer den Zugriff auf deren schnellen internen Scanner. Dieser geräteinterne Scanner kann optional für von RadioControl initiierte Frequenzsuchlauf-Operationen verwendet werden. Außerdem können die geräteinternen Speicherkanäle mit dem geräteinternen Scanner von RadioControl aus gescannt werden.
      Es muß aber angemerkt werden, daß aufgrund einiger Einschränkungen, in bezug auf das Fortsetzen einer Scan- oder Search-Operation, der interne Scanner der Icom Geräte nur folgende Scanner-Pausemodi unterstützt: "Warten bis der Träger abfällt und fortsetzen" und "Scanner stoppen beim ersten Auftreten eines Trägers". Ein zeitlich begrenztes Pausieren oder sofortiges Fortsetzen des Scans ist hingegen nicht möglich.
      Allerdings verwenden die meisten Benutzer ohnehin nur den Pausemode "Warten bis der Träger abfällt und fortsetzen" für fast alle Scan- und Search-Operationen, sodaß diese Einschränkung praktisch kaum ins Gewicht fällt.
Unterstützte Geräte und deren Features

Wie bereits im letzten Absatz erwähnt, hängt der Umfang der unterstützten Gerätefeatures vom verwendeten Treiber (Universal oder speziell) und vom Gerät selbst ab. Die folgenden Links verweisen auf eine Seite, die die unterstützten Features für jeden Treiber/jedes Gerät auflistet. Installationsvoraussetzungen
  • RadioControl 1.2 (der Gerätetreiber ist Teil des Produktes)
  • Verbindungskabel: Benötigt wird ein CI-V kompatibles Verbindungskabel, das Sie im Fachhandel bekommen oder auch selbst anfertigen können (Bauanleitungen dazu finden Sie im Internet). Natürlich können Sie auch den Icom CI-V Pegelkonverter CT-17 verwenden. Neben dem originalen CT-17 gibt es aber auch viele CI-V Interfaces von Drittherstellern, die zum Teil sogar schon einen USB-Anschluß anbieten (z.B. microHAM).